1. Risiko | 2. Anlageklasse | 3. Index | 4. Indexfonds | 5. Kaufe
 

Schritt 4

 

Nach der Auswahl der Anlageklassen und der Indizes suchen Sie jetzt nach Indexfonds, die diesen Index abbilden. Im deutschsprachigen Raum bieten sich dazu derzeit vor allem an der Börse gehandelte Fonds (engl. Exchange Traded Funds oder kurz ETFs) an.

Börsengehandelte Fonds (ETF) sind die billigsten Indexfonds

ETFs spiegeln häufig Aktienindizes, Rentenindizes oder Rohstoffindizes wider. Index-ETFs versuchen nicht, den Markt zu schlagen, sondern bilden lediglich einen Index 1:1 ab. Üblicherweise haben sie keinen Ausgabeaufschlag und sind mit durchschnittlich 0,3 Prozent Verwaltungskosten im Jahr äusserst günstig. ETFs erweisen sich daher momentan als das beste Instrument, um einen Index kostengünstig und transparent nachzubilden.

 

 

Welche Index-ETFs gibt es?

Mitterlerweile existieren zu den meisten in Frage kommenden Indizes zumindest ein, häufig auch viele ETFs. Aber Vorsicht: Es gibt auch schon viele ETFs, die keine Indexfonds sind, sondern lediglich aktives Fondsmanagement unter einem anderen Namen betreiben.

Da ständig neue ETFs aufgelegt werden (und manche wieder geschlossen werden), soll an dieser stelle nur auf andere Webseiten verwiesen werden: Eine gut gegliederte Übersicht über ETFs in Deutschland finden Sie auf der ETF-Seite der Deutschen Börse und in der ETF-Datenbank von EXtra-Fond.

HINTERGRUND

Was sind ETFs?


Vier Kriterien zur Auswahl eines ETFs

Wenn es mehr als einen ETF auf den von Ihnen gewählten Index gibt, stellt sich die Frage, wie Sie den richtigen ETF für Ihr Portfolio aussuchen. Portfoliotheorie.com rät Ihnen, die ETFs anhand folgender vier Kriterien zu vergleichen:

Organization Chart

HINTERGRUND

Welche ETFs gibt es?

 

 

1. Verwaltungskosten: Jährlich anfallende Verwaltungskosten beeinflussen die langfristige Rendite des Portfolios.

2. Dividenen: Für Privatinvestoren, die Vermögen ansparen, sind thesaurierende ETFs praktischer, da die Dividenden automatisch wiederveranlagt werden.

3. Nachbildung: ETFs mit direkter Nachbildung des Index sicherer als ETFs, die auf Swaps basieren. Ein Swap beinhaltet ein geringes Emittentenrisiko, das gesetzlich mit 10% beschränkt ist und in der Praxis 2 bis 3% beträgt.

4. Größe: Große ETFs sind eher profitabel und weniger von einer plötzlichen Schliessung betroffen, wobei eine Größe von über 200 Millionen Euro ideal ist. ETFs unter 40 Millionen können eventuell von einer Auflösung betroffen sein. Die Größe eines ETFs wird gemessen durch das verwaltete Vermögen.

Für die meisten Privatanleger sind die Verwaltungskosten das wichtigste Kriterium. Die Behandlung von Dividenden hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Wenn Sie Vermögen ansparen, haben thesaurierende ETFs den Vorteil, dass die manuelle Wiederveranlagung wegfällt. Wenn Sie von den Ausschüttungen Ihren Ruhestand finanzieren wollen, sind ausschüttende ETFs von Nutzen. ETFs mit Swaps erhöhen das Risiko eines Teilverlusts, ohne dass sie mehr Rendite bringen. Die Größe (und damit das Risiko einer Schließung des ETFs) kann für Sie steuerliche Konsequenzen haben.

Generell gilt, dass die Auswahl des ETFs zweitrangig ist. Mein Eindruck ist, dass Anleger zu viel Energie in die Analyse der ETFs stecken, während doch die Bestimmung des Risikos, der Anlageklassen und des Indizes Ausschlag gebend sein sollte.

 

PORTFOLIOTHEORIE - ZEHN GOLDENE REGELN - NEWSLETTER - ÜBER UNS - IMPRESSUM

(c) 2004-2015 Portfoliotheorie.com