1. Risiko | 2. Anlageklasse | 3. Index | 4. Indexfonds | 5. Kaufe
 
HINTERGRUND:
WIE KORRELIEREN ANLAGEKLASSEN MITEINANDER?

Korrelationen zwischen einzelnen Märkten bilden die Grundlage für die moderne Portfoliotheorie. Deshalb muss die Basis für unsere Anlageentscheidungen eine Analyse der Korrelationen zwischen den einzelnen Anlageklassen sein.

Korrelationen ändern sich ständig

Die moderne Portfoliotheorie zeigt, wie theoretisch durch die Kombination von Wertpapieren deren Gesamtrisiko vermindert und gleichzeitig die Rendite erhöht wird. Das Problem dabei: Diese Theorie geht davon aus, dass Wertpapierklassen untereinander eine stabile Korrelation haben. Das ist aber keineswegs der Fall. Korrelationen zwischen Anlageklassen und Wertpapieren ändern sich ständig, genauso wie sich Gewinne ändern.

Die Berechnung eines effizienten Portfolios - also des Portfolios, das geringstes Risiko mit höchster Rendite verbindet - kann deshalb immer nur im Nachhinein geschehen. Das ist für Anleger leider etwas zu spät. Aus diesem Grund sind Daten über Korrelationen, die auf Monaten oder wenigen Jahren basieren, kaum für den Aufbau eines Portfolios brauchbar. Wir müssen uns statt dessen auf die sehr langfristigen Korrelationen zwischen breiten Anlageklassen konzentrieren und annehmen, dass diese uns etwas über zukünftige Entwicklungen sagen können.

Aktien in hochentwickelten Ländern

Eine Koeffizienzanalyse der drei großen Wirtschaftsblöcke EU, USA und Japan ist ernüchternd: Ihre Aktienindizes sind in einem hohen Maße positiv korreliert und bieten damit kaum Vorteile einer Diversifizierung des Aktienportfolios.

Aktien in Schwellenländern

Generell bewegt sich die Bewertung der Aktien der Schwellenländer in normalen Zeiten nicht im Gleichklang mit Unternehmen hochentwickelter Staaten. Diese Gesetzmäßigkeit wird allerdings gerade dann häufig außer Kraft gesetzt, wenn es zu einem Crash kommt: Dann steigt die Korrelation vieler Aktienmärkte weltweit kurzfristig rapide an. Das hat gerade der Crash 2008 wieder gezeigt, als sich - mit ganz wenigen Ausnahmen einiger exotischer Börsen - alle Aktienmärkte gleichzeitig im freien Fall befunden haben.

Aktien und Anleihen

Die einzig beständig geringe Korrelation existiert zwischen Aktienmärkten und hochqualitativen Anleihen. Mit wenigen Ausnahmen ist die Entwicklung dieser beiden Mega-Anlageklasse historisch gesehen gegengleich verlaufen. Diese für Investoren positive Tatsache hat sich auch während des jüngsten Crashs 2008 wieder bestätigt. Aus diesem Grund muss jedes gut durchdachte Portfolio auf der Achse Aktien - Anleihen basieren.

 

 

PORTFOLIOTHEORIE - ZEHN GOLDENE REGELN - NEWSLETTER - ÜBER UNS - IMPRESSUM

(c) 2004-2015 Portfoliotheorie.com